Der letzte Tag unserer Reise — mit einem Abend am Fährterminal, einer Kabine mit bester Aussicht und einem Morgen, an dem die Sonne uns zurück nach Hause begleitet hat.
Warten in der ersten Reihe
Gestern Abend waren wir zeitig am Fährterminal in Trelleborg: Abfahrt um 22 Uhr, und wir standen schon gegen 18:15 Uhr da. Der Check-in lief erfreulich einfach. Wir hatten vorab online eingecheckt, mussten uns nur noch mit dem Barcode am Automaten anmelden und bekamen direkt die vier Bordkarten gedruckt. Danach ging es einmal komplett auf die andere Seite des Hafens zur richtigen Schlange — und dann hieß es: warten.
Die Zeit haben wir genutzt, um uns in der ersten Reihe stehend noch Abendessen zu machen. Anschließend haben sich Fiete und Mats bettfertig gemacht, und wir haben es tatsächlich geschafft, dass Mats trotz aller Aufregung hinten im Camper eingeschlafen ist. Für Fiete war es dagegen viel zu spannend: Überall blinkte es, Lastwagen fuhren fast im Sekundentakt an uns vorbei, und dann kam auch noch das Schiff direkt auf uns zu und machte fest. Verständlich, dass man so etwas nicht verpassen will.
Eine verlorene Cap und eine Kabine mit Aussicht
Gegen 20:45 Uhr waren alle Fahrzeuge von Bord. Zuerst durften die Autos aus der Schlange neben uns aufs Schiff, kurz danach waren wir dran. Oben auf der Rampe dann aber erst einmal Stopp: Der zuständige Mitarbeiter hatte seine Cap durch eine Windböe verloren und musste sie erst wieder einsammeln, bevor es für uns weiterging.
Den Camper im Bauch des Schiffes abgestellt, unsere sieben Sachen für die Nacht geschnappt und ab an Deck. Eine kurze Nachfrage bei der Crew, wie das jetzt mit dem Zimmer läuft, brachte die Antwort: Die Bordkarten sind gleichzeitig auch die Zimmerkarten. Also ausprobiert — und es klappte. Um 21 Uhr waren wir in unserer Kabine, und die war super: ein großes Bett, für Fiete ein ausklappbares Hochbett und ein riesiges Fenster mit direktem Blick auf das Außendeck für die Lastwagen, wo noch fleißig aufgefahren wurde.
Lastwagen-Tetris vor der Nase
Mats also schnell ins Bett gelegt, Fiete ebenfalls. Und dann konnten wir Erwachsenen dem Schauspiel zusehen, wie Lastwagen für Lastwagen aufs Schiff fuhr und Momente später direkt vor unserer Nase wie beim Tetris aufgestellt wurde — teilweise so eng, dass die Fahrer zwischen den Lastwagen kaum noch hindurchkamen.
Pünktlich um 22:02 Uhr legten wir ab. Mit einer Drehung in höchster Präzision im engen Hafenbecken ging es los — und für uns kurze Zeit später auch ins Bett.
Sonnenaufgang am Priwall
Der nächste Morgen begann früh: Um 5:30 Uhr meldete sich Connys innerer Wecker. Fiete und Mats wollten natürlich ausgerechnet heute „ausschlafen“, wo wir doch um 6:15 Uhr die Kabine verlassen mussten. Also haben wir erst einmal die im Vergleich zu den letzten Wochen geradezu luxuriöse Dusche ausgenutzt. Und dann ging es ab aufs „Sonnendeck“ — wobei es um 6:25 Uhr, in der Dunkelheit und bei leichtem Wind, nicht ganz dem entsprach, was man sich unter dem Begriff vorstellt. Trotzdem war es wunderschön: Die Sonne erhellte zart den Horizont, während wir am Priwall von Travemünde entlangfuhren. So kann ein Tag starten.
Zuhause
15 Minuten vor der Zeit legte das Schiff an, fünf Minuten vor der Zeit waren wir runter vom Schiff — und 50 Minuten später zuhause. Mit voller Konzentration hat Fabian den Camper noch auf die Auffahrt gezirkelt. Danach hieß es: schnell aufklaren und frühstücken.
Und so endet unsere Reise. Der Camper ist gereinigt und für die Abgabe morgen vorbereitet. Jetzt heißt es für uns: ankommen im Alltag.