Tag 28: Königshügel, der Burger für den Wanderhelden und eine 80er-Disco im Camper

Ein Tag, an dem wir Strecke machen mussten — mit einem Stopp, der uns ratlos zurückließ, einem lang versprochenen Burger, einem wilden Ritt um Stockholm und einem Hauch Malediven zum Schluss.

Endspurt Richtung Trelleborg

Von Gävle ging es heute zeitig los. Man merkt, dass es jetzt langsam aufs Ende zugeht: Wir müssen „Strecke machen“, um am Mittwoch unsere Fähre ab Trelleborg zu bekommen.

Gamla Uppsala: schön, aber nicht unseres

Erster Stopp des Tages: die Königshügel von Gamla Uppsala. Die drei großen Grabhügel entstanden zwischen 475 und 550 nach Christus, haben einen Durchmesser von 55 bis 70 Metern und sind sieben bis elf Meter hoch. Der Überlieferung nach liegen hier drei Könige der Ynglinger-Dynastie begraben, die Mythologie ordnet sie dagegen den Göttern Thor, Odin und Freyr zu. Vor der Christianisierung war Alt-Uppsala ein bedeutendes heidnisches Kultzentrum, bevor es 1164 zum Erzbischofssitz wurde.

So viel zur Theorie. Aber ganz ehrlich: Wir haben uns alle gefragt, was es uns sagen soll. Schön anzusehen, ja — aber irgendwie hat es uns nicht abgeholt. Also schnell weiter nach Uppsala, noch einmal bei Coop die Vorräte aufgefüllt, und dann ging es zum eigentlichen Ziel des Tages.

Ein Burger-Versprechen wird eingelöst

Das eigentliche Ziel hieß nämlich: Apex Burger. Nach Fietes hammermäßiger Leistung bei der Wanderung an der Höga Kusten wollten wir ihm eigentlich schon damals abends einen Burger spendieren. Leider hatte das Restaurant bei der FriluftsByn damals geschlossen. Jetzt war endlich die Chance da, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

Apex Burger ist ein Foodtruck auf dem Ikea-Parkplatz. Was eher zwielichtig klingt, war erstaunlich gut: ein super leckeres Bun, hammermäßig leckere Patties — und, besonders für unsere Pommes-Queen Conny ein Highlight, knusprige und richtig gut gewürzte Pommes.

Wilder Ritt um Stockholm

So gestärkt mussten wir noch rund 2,5 Stunden von Uppsala Richtung Norrköping fahren — und damit einmal durch beziehungsweise um Stockholm herum. Und das war wild, wirklich sehr wild. Hier wird gefahren, wie man will, der Sicherheitsabstand war manchmal so breit wie eine Zeitung. Halleluja, war das stressig! Fabian hat das gut und souverän gemeistert, aber irgendwie waren wir danach alle vier ordentlich aufgedreht.

Die 80er angerufen: Mini-Disco im Camper

Was macht man in so einer Situation am besten? Man ruft die 80er an und holt sich deren Musik ins Fahrzeug. So wurde aus dem Camper kurzerhand eine Mini-Disco. Ob wir Fiete und Mats damit nachhaltig verstört haben, wissen wir nicht — aber das musste einfach mal raus. Es hat allen Spaß gemacht und gutgetan.

Trotzdem war der Tag anstrengend, besonders für Mats. Der war am Limit, hat es aber richtig gut gemeistert.

Schweden meets Malediven

Kurz vor der Ankunft in Kolmården, am Campingplatz unserer vorletzten Nacht im Camper, haben wir dann noch die schwedischen Malediven entdeckt — zumindest ansatzweise. Auf den letzten Metern vor dem Platz reihten sich bestimmt 500 Meter lang Häuser direkt am Strand und auf Stelzen über dem Wasser, dicht an dicht. Eben: Schweden meets Malediven.

Morgen wird es dann eher ein ruhigerer Tag — leider auch deshalb, weil unser eigentliches Ziel, der Kolmården Djurpark, schon im Winterprogramm ist und nur noch am Wochenende geöffnet hat.