Nicht jeder Tag auf dieser Reise ist eine schöne Geschichte. Der heutige gehört zu den anderen — aber am Ende auch zu denen, die zeigen, wie gut man als Familie zusammenhält, wenn es drauf ankommt.
Tag 10: Ein Tief, das uns alle in Atem hielt
Der Tag startete mit einem echten Tief: Conny war total platt, energielos, und wir haben uns ernsthaft Sorgen um ihren Zustand gemacht. Also ging es direkt nach Umeå, ins Ärztezentrum dort. Die gute Nachricht zuerst: praktisch keine Wartezeit, alle super freundlich und zuvorkommend. Die schlechte: ein viel zu hoher Blutzuckerwert.
Die Ärzte vor Ort haben daraufhin mit dem nahegelegenen NUS telefoniert — dem Norrlands Universitetssjukhus, dem großen Universitätsklinikum in Umeå und zentralen Krankenhaus für ganz Nordschweden. Das Ergebnis des Telefonats: sofort ins Krankenhaus fahren. Dort ging es in der Notaufnahme nahtlos weiter — schnell, unkompliziert, nett. Das Endergebnis war aber ernst: weiterhin viel zu hoher Blutzucker, und zusätzlich, wie sich erst im Verlauf herausstellte, eine lebensbedrohliche Übersäuerung des Bluts. Sofortiges Handeln war angesagt, inklusive einer Nacht im Krankenhaus.
Fiete, Mats und Fabian sind derweil zum Campingplatz gefahren, haben dort noch auf dem tollen Spielplatz gespielt und sind müde und erschöpft eingeschlafen. Conny hing zur gleichen Zeit an diversen Infusionen und wurde engmaschig überwacht.
Tag 11: Diagnose, Erleichterung und ein enger Familienschluss
Am nächsten Morgen dann die Diagnose: Diabetes Typ 1 — aber man hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits gut in den Griff bekommen. Fiete, Mats und Fabian haben bei herrlichstem Wetter den halben Tag auf dem Spielplatz des Campingplatzes verbracht, bevor sie nachmittags endlich zu Conny durften, um sie zu besuchen und abzuholen. Sie bekam eine genaue Einweisung, was jetzt zu tun ist — leider nicht nur für den Rest der Reise, sondern grundsätzlich, dauerhaft.
Ganz ehrlich: Das hat uns als Familie nur noch mehr zusammengeschweißt. Und wie Fiete und Mats in der Nacht zuvor eng aneinandergekuschelt eingeschlafen sind, zeigt einfach, was für eine tolle, enge Bindung die beiden haben.
Jetzt sind wir vor allem froh: dass wir die Reise fortsetzen können — und vor Allem, dass es Conny endlich wieder richtig gut geht.