Tag 6: 17.500 Schritte, Cherry Garcia und eine Wachablösung mit Textwiederholung

Bestes Wetter, ein vollgepackter Tag zwischen Freilichtmuseum und Altstadt — und am Ende zwei Kinder, die erschöpft, aber glücklich ins Bett gefallen sind.

Ein Prachttag beginnt im Freien

Der Morgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, entsprechend gab’s Frühstück im Freien. Danach wieder zur Bahn, ab in die Innenstadt, dort umgestiegen auf die Straßenbahn — Fiete war schlicht begeistert. Wir dagegen haben uns eher wie Sardinen in der Dose gefühlt, so voll war es.

Skansen: Schwedens ältestes Freilichtmuseum mitten im Trubel

Am Skansen angekommen war schnell klar, warum es so voll war: Skansen ist Schwedens (und auch weltweit) ältestes Freilichtmuseum, 1891 von Artur Hazelius gegründet — rund 150 historische Gebäude aus ganz Schweden, dazu ein Tierpark mit etwa 300 Tieren, überwiegend nordische Arten. Und ausgerechnet heute feierte dort Coop, eine der größten Lebensmittel-Genossenschaften Schwedens, ein großes Familienfest. Trubel und Menschenmassen waren also vorprogrammiert — zum Glück ist der Park riesig, sodass sich das Ganze gut verlaufen hat.

An sich war der Park wirklich schön: viele Tiere, klassische schwedische Häuser aus allen Ecken des Landes. An einem einzigen Tag haben wir in einer Ecke des Parks mindestens 4 „Björns“ gesehen — auf Schwedisch schlicht Bären.

Mittags gab’s dann standesgemäß einen Köttbullar-Wrap, gegessen auf einer Bank bei „Back Mats Stuga“.
Ein Stück weiter wurde ein klassisch schwedischer Volkstanz zu klassischer schwedischer Musik aufgeführt — und Mats hat spontan mitgetanzt.

Weiter zum Schloss: Cherry Garcia und eine Wachablösung mit Textwiederholung

Die Zeit verging wie im Flug. Bevor es für uns morgen weiter Richtung Norden geht, wollten wir aber noch einmal zum Kungliga Slottet, dem Königlichen Schloss — offizielle Residenz der schwedischen Königsfamilie, mitten in Gamla Stan auf dem höchsten Punkt der Altstadt gelegen, mit über 600 Zimmern eines der größten Schlösser Europas. Also rein in die Tram, die sich wieder extrem füllte, zurück zur Bahn und drei Stationen später in Gamla Stan ausgestiegen.

Auf dem Weg zum Schloss dann eine kleine Sensation: ein Ben & Jerry’s-Eisladen, und im Kühlfach — Cherry Garcia! Eine Sorte, die wir auf unserer Elternzeitreise mit Fiete im Camper durch Kanada „entdeckt“ haben und seitdem nicht mehr gesehen hatten. Also hat sich jeder eine Portion gegönnt — und 35 Euro (!!) später hatten wir den Geschmack von vor vier Jahren zurück. Dazu für Conny die erste „Bubble Waffle“ ihres Lebens.

Am Schloss dann das perfekte Timing: Wachablösung. Inklusive gefühlt endloser Wiederholung von „behind the white lines“ durch die diensthabende Soldatin. Hätte sie einen Euro für jedes Mal bekommen, wäre sie heute Abend Millionärin.

Fun Fact des Tages: 17.500 Schritte

Am Ende des Tages qualmten uns die Füße — über 17.500 Schritte standen zu Buche. Fiete hat sie komplett mitgemacht, ohne Roller, alles zu Fuß, und nicht ein einziges Mal gemeckert. Was für eine Leistung! Auch Mats hat tapfer durchgehalten.

Abendessen gab’s entsprechend noch einmal im Freien, danach sind beide direkt ins Bett gefallen.