Ein entspannter Tag mit einem aufregenden Nachmittag — genau die richtige Mischung vor dem großen Stockholm-Tag morgen.
Camper startklar, Spielplatz-Runde, dann Stockholm
Der Morgen war ruhig: einmal alles auffüllen und ablassen, Camper damit fit für die nächsten Tage. Danach noch eine Runde auf dem kleinen, aber wirklich schönen Spielplatz des Campingplatzes an der Astrid Lindgren Welt, bevor es weiter Richtung Stockholm ging. Der neue Platz liegt in einer Wohnsiedlung am Ortsrand, direkt an einem großen See — viel Natur, angenehm groß (und überraschend voll), und trotzdem nah genug an Stockholm dran, dass wir nachmittags spontan noch mit dem Zug reinfahren konnten.
Der Hauptbahnhof als eigenes kleines Abenteuer
Der Ticketpreis hat uns dann direkt mal kurz stutzen lassen: knapp 8 Euro für zwei Erwachsene, und das für eine einfache Fahrt — durchaus ambitioniert. Dafür haben die Kinder in der Bahn für gute Unterhaltung gesorgt: Mats hat auf Hin- und Rückweg konsequent jedem und jeder ein fröhliches “Hallo” zugerufen, während Fiete mächtig stolz war, dass er während der Fahrt stehen durfte, und mehrfach demonstriert hat, dass er sich dabei gar nicht festhalten muss.
Am Hauptbahnhof ging es danach munter weiter: Offenbar wegen eines Laufevents in der Innenstadt war es rappelvoll, dazu ziemlich unübersichtlich und, mit Kinderwagen gesegnet, auch noch echt sparsam ausgestattet, was Aufzüge angeht. Wir haben allein vier(!) Aufzüge gebraucht und rund 15 Minuten, um von Ebene -3 überhaupt bis zum Ausgang zu kommen.
Oben angekommen, die nächste Ansage: Es fing sofort an zu schütten. Kurze Zwangspause also, bevor es überhaupt richtig losgehen konnte.
Ein erster, nasser, aber schöner Eindruck
Danach ging’s zu Sergels Torg — direkt auf dem Vorplatz mit der markanten, 37 Meter hohen Glasskulptur und dem schwarz-weiß gemusterten Boden, der „Plattan“, direkt neben dem Kulturhuset. Von dort ein Stück die Drottninggatan entlang, Stockholms belebte Fußgängerzone mit Geschäften und Cafés auf beiden Seiten. Auf dem Rückweg sind wir parallel dazu Richtung Nybrokajen gelaufen, der Kaimauer am Nybroviken mit Blick auf die dort vertäuten Boote und das Königliche Dramatische Theater gleich um die Ecke. Kein großes Pensum, aber genug für einen ersten, richtig schönen Eindruck von der Stadt. Mit dem im Gepäck ging’s wieder zurück zum Campingplatz.
Und dort dann noch ein kleines Highlight zum Abschluss: zum zweiten Mal an diesem Tag konnten wir unter der Markise draußen essen. Herrlich. Für die passende Untermalung haben abends unsere schwedischen Nachbarn hinter uns auf dem Platz gesorgt — mit waschechter schwedischer Folklore-Musik.
Morgen steht der ganze Tag im Zeichen von Stockholm — die Tickets für Skansen sind bereits online gebucht.