Tag 26: Durch einen pupsenden Po, ein Mini-Bagger und Conny, die Meisterin der Gedankenkraft

Ein spontaner Museumsbesuch, der alle vier gleichermaßen begeistert hat, eine kleine Technik-Panne am Campingplatz — und am Ende ein Abendessen in erster Reihe, ganz für uns allein.

Spontaner Stopp in Härnösand

Auf dem Weg nach Sundsvall haben wir spontan in Härnösand angehalten, um das Technichus zu besuchen. Das Science Center erstreckt sich über zwei Etagen und rund 2.000 Quadratmeter voller Mitmach-Ausstellungen, die Wissenschaft und Technik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch erlebbar machen sollen. Und das Versprechen hat es für uns alle vier eingelöst.

Bemerkenswert fanden wir schon den Anfang: Direkt am Eingang zieht man sich die Schuhe aus, der ganze Rundgang findet barfuß statt. Eine richtig gute Idee — gerade mit Kindern, die ohnehin überall hochklettern und durchkrabbeln wollen.

Pups-Alarm und fließendes Wasser

Fiete war direkt am ersten Ausstellungsbereich Feuer und Flamme, denn dort ging es um die Verdauung. Verschiedene Pups-Arten wurden dargestellt, und man konnte durch einen überdimensionalen Po klettern, der dabei auch noch passende Geräusche von sich gab. Mehr geht in dem Alter scheinbar nicht.

Mats dagegen hatte es besonders der große Tisch mit fließendem Wasser angetan, an dem er sich kaum sattsehen konnte. Und am Ende des Rundgangs warteten noch Windspiele mit Röhren, durch die man Tücher schicken konnte — die dann jedes Mal an einer anderen Öffnung wieder herauskamen. Das war vielleicht spannend!

Das Highlight für alle: ein echter Mini-Bagger

Der absolute Höhepunkt für alle vier wartete aber im Untergeschoss: ein voll funktionsfähiger Mini-Bagger. Mit einem Greifer konnte man Holzstämme aufnehmen und auf einen Aufleger legen — und dabei war ordentlich Fingerspitzengefühl gefragt. Hier wollte keiner so schnell wieder weg.

Brainball: Wer es mehr will, gewinnt

Spannend war auch das sogenannte Brainball, ein Fokusspiel, bei dem über ein Stirnband die Hirnaktivität gemessen wird. Zwei Spieler sitzen sich gegenüber und bewegen eine Kugel quasi per Willenskraft — wer entspannter und konzentrierter ist, schiebt sie auf die Seite des Gegners. Conny hat dabei sämtliche Runden gewonnen. Respekt!

Direkt daneben gab es eine interaktive Kletterwand, an der man verschiedene Spiele spielen konnte. Conny und Fiete haben sich für das „Rubine-Sammeln“ auf Zeit entschieden: Zufällig leuchten einzelne Klettergriffe auf, die man dann so schnell wie möglich berühren muss, um sie einzusammeln. Da sind beide ordentlich ins Schwitzen gekommen.

Check-in mit Hindernissen in Sundsvall

Im Anschluss ging es weiter nach Sundsvall, wo uns dann leider die Technik einen Streich spielte — diesmal ausnahmsweise nicht unsere, sondern die vom Campingplatz. In der Nebensaison ist die Rezeption am Wochenende nicht mehr besetzt. Eigentlich hätte man online einchecken und anschließend einen Code zugeschickt bekommen sollen, um die Zugangskarte aus einem Tresor zu nehmen. Hat nur leider alles nicht geklappt. Entsprechend hatte sich vor dem Check-in schon eine kleine Schlange gebildet — aber niemand kam auf die Idee, einfach mal die Hotline anzurufen. Außer uns. Und dort wurde uns recht zügig und pragmatisch geholfen.

Erste Reihe, ganz allein

In der Zwischenzeit hatte Conny schon mal das Abendessen vorbereitet. Und kurze Zeit später standen wir direkt in erster Reihe, ganz allein und ohne Nachbarn, mit Blick auf eine kleine Bucht — und konnten sogar draußen essen. Man merkt eben, dass wir wieder ein ganzes Stück weiter südlich sind.