Tag 3 war der Tag der Pläne, die sich unterwegs geändert haben — und der zeigte, dass das gar nicht schlimm sein muss, wenn der Ersatzplan ein Frühstück unter der Erde und ein Nachmittag auf dem Spielplatz ist.
Frühstück wie bei den Hobbits
Der Grottvyns Campingplatz hat uns richtig gut gefallen: Die Hütten dort sind im Stil von Herr der Ringe gebaut, halb in den Hang eingelassen, mit runden Türen und Grasdach. Zum Frühstück ging’s entsprechend wie kleine Hobbits in den Gemeinschaftsraum „unter der Erde“. Mats und Fiete konnten dort nach Herzenslust spielen, während wir in Ruhe gefrühstückt haben — ein wirklich entspannter Start in den Tag.
Skånes Djurpark bleibt zu — Plan B, Plan C
Der eigentliche Grund für die Wahl des Campingplatzes: Direkt nebenan liegt der Skånes Djurpark, ein 1953 gegründeter Tierpark mit rund 900 Tieren aus fast 100 Arten, spezialisiert auf nordische Fauna. Leider hatte sich der Betreiber wegen des schlechten Wetters entschieden, schon jetzt in den Herbst-/Winter-Modus zu wechseln — Ergebnis: geschlossen.
Plan B war das Bosjökloster, ein Schloss mit Gärten am Ufer des Ringsjön, das im 12. Jahrhundert als Benediktiner-Nonnenkloster gegründet wurde und seit 1908 im Besitz der Familie Bonde ist. Auch das haben wir uns wegen des Dauerregens am Ende gespart. Stattdessen: ein kurzer, aber schöner Aufenthalt auf dem Spielplatz des Campingplatzes, dann weiter Richtung Vimmerby.
Zwischenstopp Växjö: Toilettenchemie bei Biltema
Auf halber Strecke sind wir in Växjö hängengeblieben — unser Vermieter hatte vergessen, uns Toilettenchemie für den Camper mitzugeben. Wir waren uns aber sicher, dass wir bei Biltema fündig werden, der schwedischen Handelskette für alles rund ums Auto, Camping und Werkzeug, die es praktisch in jeder größeren Stadt gibt. Und tatsächlich: Problem gelöst, weiter ging’s.
In Växjö hat es außerdem zum ersten Mal „Ka-Ching“ gemacht: erste Tankfüllung der Reise, 66 Liter Diesel für 130 Euro. Und das ist erst der Anfang.
Ankunft in Vimmerby
Jetzt stehen wir auf dem Campingplatz direkt vor der Astrid Lindgren Welt — unser Ziel für morgen.
Fun Fact des Tages
Hier stehen gefühlt alle 1,5 Kilometer Blitzer, und Google Maps darf ganz offiziell davor warnen. Entsprechend ging es die ganze Fahrt über im Minutentakt: „Kurz vor dir auf deiner Route ist eine Geschwindigkeitsmessung voraus.“ Hätten wir uns nicht genau an die Tempolimits gehalten, wären wir heute wohl locker 2.800 Euro ärmer.
Morgen: Astrid-Lindgren-Welt — Fiete und Mats dürften ihre helle Freude haben.